Bürgerkrieg 76-82
Nach der Machtübernahme Hafiz al-Assads im November 1970, der Niederlage im Jom-Kippur-Krieg 1973 und der Intervention im Libanon zugunsten rechter christlicher Maroniten gegen linke arabische Nationalisten nahmen kritische Stimmen gegen Assad zu. Seit 1976 protestierten daher linke, säkulare Aktivisten ebenso wie Islamisten. Vermutlich durch die Muslimbrüder wurden bis 1979 mehrere Attentate verübt; ab 1979 eskalierte die Gewalt, als alawitische Offiziere ermordet wurden und mehrere Hundert Menschen durch Autobomben ums Leben kamen.
Das Regime weitete daraufhin die Repressionen aus und stellte ab 1980 die Mitgliedschaft bei den Muslimbrüdern unter Todesstrafe. Der Konflikt endete in dem Massaker in Hama, bei dem Regierungstruppen die Stadt stürmten. Schätzungen über zivile Opfer schwanken stark, bewegen sich jedoch im niedrigen fünfstelligen Bereich. Als Ergebnis verschwand die Muslimbrüderschaft weitestgehend von der politischen Landkarte Syriens und organisierte sich im Exil weiter.