Energiewende
Wind, Sonne und Biomasse lösen Kohle, Öl und Atomkraft ab: Die Energiewende soll Deutschland klimafreundlicher machen. Die Regierung hat sich mehrere Etappenziele gesetzt: Bis 2050 soll der Bedarf an Primärenergie halbiert werden. Gleichzeitig sollen 80 Prozent des Strombedarfs und 60 Prozent des gesamten…
Die Weltbevölkerung hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts fast vervierfacht. Damit explodierte auch ihr Energiebedarf. Der erste Treiber dieser Entwicklung war die Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Damals wurde die Energie fast ausschließlich aus Kohle gewonnen. Schon zu Zeiten der Industrialisierung war…
Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder ist gefordert (s)einen Beitrag zu leisten. Dazu zählt die Industrie ebenso wie jeder Bürger. Wenn es Deutschland als hochentwickeltes, stark von Kohleenergie abhängige Nation, schafft, weiterhin global wettbewerbsfähig zu bleiben und dabei seine…
Energiewende: Chance oder Risiko? Diese Frage taucht noch häufig auf, gerade wenn es um Wirtschaft und die Finanzierung der Umstrukturierung geht. Dabei stellt sie sich eigentlich gar nicht mehr, denn die Energiewende ist beschlossene Sache. Jetzt sollte es vor allem darum gehen, die Risiken zu minimieren und die…
Damit die Energiewende gelingen kann, müssen neue Technologien entwickelt werden, um derzeitige Probleme wie Energieverteilung und -speicherung zu bewältigen. Dafür hat die Bundesregierung in ihrem 6. Energieforschungsprogramm 3,5 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2013 bis 2016 bereitgestellt. Förderung erhalten…
Deutschland ist ein hoch industrialisiertes, dicht besiedeltes Land und hat daher einen hohen Energiebedarf. Gleichzeitig verfügt die Bundesrepublik über vergleichsweise wenig Bodenschätze. Sie ist zur Energieerzeugung also auf den Import von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas angewiesen. Seit den sechziger Jahren…
Seit der Weltklimakonferenz in Paris 2015 sind sich alle Regierungen darin einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist und wir unsere CO2-Emissionen massiv reduzieren müssen. Nur so könnten wir unter vergleichbaren klimatischen Bedingungen weiterhin auf der Erde leben. Dafür werden verschiedenste Maßnahmen…
Was nutzt die Energiewende? Die Bundesregierung erhofft sich eine Reihe positiver Effekte. 2012 wurden durch den Einsatz von erneuerbaren Energien beispielsweise 146 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden. Außerdem soll langfristig der Strompreis sinken. Wenn Deutschland mehr Erneuerbare Energien nutzen…
Inzwischen ist klar: Deutschlands Energieziel - bis 2050 keine CO2 Emissionen mehr zu verursachen - ist nur zu schaffen, wenn wir Energie effizienter nutzen. Das betrifft sowohl die Umwandlung von Energieträgern (Öl, Kohle, Wind, Solar etc.) als auch den Verbrauch selbst. Effizienter heizen können beispielsweise…
Der 24. Januar wird zu Deutschlands "Dunkelflautentag", es herrscht Windstille und Nebel - Windkraft- und Solaranlagen erzeugen keinen Strom, die Ökostromversorgung bricht zusammen und die Gaskraftwerke müssen einspringen. Die Medien berichten darüber aus zwei Perspektiven: Die einen sagen, dass das ein Zeichen dafür…
Wie können wir ausreichend erneuerbare Energien erzeugen und sie dann zum Verbraucher bringen, wenn der sie benötigt? Das ist eine der Kernfragen der Energieforschung. Inspiration für Antworten liefert die Natur: In allen Wüsten der Welt fällt in sechs Stunden so viel Sonnenenergie, wie die gesamte Menschheit in einem…
Deutschland hat 2014 119 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent an Energie erzeugt – und landet damit auf Platz drei innerhalb der Europäischen Union, hinter Norwegen (196 Millionen) und Frankreich (135 Millionen). In der Energieerzeugung ist der Anteil an Erneuerbaren deutlich höher als beim Verbrauch: 30% des erzeugten…
Die Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert ging mit einer starken Umweltverschmutzung einher. Sie wurde jedoch nie als Problem wahrgenommen. In den1970ern begannen sich Menschen zu organisieren, um sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur einzusetzen. Sie taten dies in…
Die Kritik an der Atomkraft ist fast so alt wie die Atomkraft selbst. Vor allem der Super-GAU in Tschernobyl 1986 führte der Welt vor Augen, welch verheerende Folgen die Atomkraft haben kann, wenn sie außer Kontrolle gerät. Die Grünen haben seit ihrer Gründung für den Atomausstieg gekämpft. 1998 gelangten die Grünen…
Das Klima auf der Erde ist naturgemäß Schwankungen unterworfen. Neben natürlichen Faktoren gibt es aber auch anthropogene, das heißt vom Menschen verursachte, Veränderungen des Klimas. Die Durchschnittstemperatur auf der Erde ist zwischen 1880 und 2012 um 0,85 Grad Celsius gestiegen. Die Wissenschaft ist sich…
Klimaschutz betrifft alle Menschen auf der Welt betrifft, doch die unterschiedlichen Staaten haben auseinandergehende Interessen. Daher ist Klimaschutzpolitik international organisiert. 1979 lud die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zur ersten Weltklimakonferenz nach Genf, um über die Anreicherung von…
Die Bundesregierung hat die Energiewende mit mehreren Gesetzen und Verordnungen auf den Weg gebracht. Die bekanntesten sind das EEG sowie die Energieeinsparverordnung. Diese und die weniger bekannten Gesetze wie das „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz“ haben zwei Ziele: Zum einen sollen Anreize geschaffen werden, um…
Die Energiewende sollte den Energiebedarf halbieren, doch die Deutschen verbrauchen so viel wie nie. Im Vergleich zu den Neunziger Jahren ist der Energieverbrauch um 70 Prozent gestiegen. 2014 hatte Deutschland einen Bruttoinlandsenergieverbauch von 313 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent. Der Bruttoninlandsverbrauch…
Nicht nur Deutschland hat sich vorgenommen, in Zukunft Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Auch die EU hat Ziele für ihre Mitgliedsstaaten gesetzt: 20 Prozent des Bedarfs soll 2020 durch Erneuerbare Energien gedeckt sein. Staaten wie Norwegen und Schweden überschreiten diesen Anteil längst. Norwegens…
Wir verbrauchen immer mehr Energie … denkt man als Privatmensch erst einmal, denn der Energiebedarf müsste durch all die neuen Geräte, Maschinen und Spielereien ja steigen. Faktisch sind die Zahlen in den letzten Jahren jedoch sogar etwas gesunken – auf unter 14.000 Petajoule. Das liegt insbesondere daran, dass sich…
Um 1850, also zu Beginn der Industrialisierung, lebten etwa 1,25 Milliarden Menschen auf der Welt. Hundert Jahre später hatte sich die Weltbevölkerung schon fast verdoppelt, auf 2,4 Milliarden Einwohner. Mittlerweile leben etwa 7,3 Milliarden Menschen auf der Welt, die achte Milliarde wird vermutlich 2022 erreicht…
Jahrtausende war die wichtigste Energiequelle für menschliche Produktionen der Mensch selbst: Er pflügte Äcker und nähte seine Kleider. Erst mit der Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert änderte sich das schlagartig. Um Dampfmaschinen zu betreiben, wurde Kohle verbrannt. Der Vorgang setzte Wärme frei, die…
1938 entdeckten die deutschen Wissenschaftler Otto Hahn und Fritz Straßmann erstmals die induzierte Kernspaltung von Uran. Sie war in vielerlei Hinsicht ein Durchbruch. Den ersten Einsatz fand sie im Militär, genauer in der Atombombe. Ab den Fünfziger Jahren wird sie auch zivil genutzt, nämlich in Atomkraftwerken…
Neben Energie setzt die Spaltung von Atomkernen ionisierende Strahlung frei. Sie ist auch als Radioaktivität bekannt und für den Menschen gefährlich. Je größer die empfangene Strahlendosis ist, desto schwerwiegender sind die Gesundheitsschäden. Sie reichen von Übelkeit über Schädigung des Blutbildes, Störungen des…
Am 11. März 2011 ereignete sich vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu das schwerste Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen in Japan. Durch dieses Erdbeben wurde ein Tsunami ausgelöst, der vier von sechs an der Küste gelegene Reaktorblöcke zerstörte. Dabei wurden auch Kühlaggregate zerstört, was zur…
Zwar sind unter den zehn Ländern mit dem größten Ausstoß an CO2auch Entwicklungs- und Schwellenländer wie China, Indien und Iran, da dies aber aber alles Länder mit hoher Bevölkerungszahl sind, liegen im Pro-Kopf-Ausstoß noch immer die Industriestaaten vorn. Außerdem beanspruchen die Entwicklungsländer ihr Recht auf…
Den Industrieländern kommt die größte Verantwortung bei der Erreichung des Zwei-Grad-Ziels aus dem Pariser Klimaabkommen zu - der Ausstieg der USA aus dem Abkommen hat das Ziel jedoch so gut wie unmöglich gemacht. Pro-Kopf stoßen sie die meisten Treibhausgase aus. Damit die weltweiten Treibhausgas-Emissionen bis 2050…
Die Geburtsstunde des völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzes war der Umweltgipfel der Vereinten Nationen im Juni 1992 in Rio de Janeiro. 155 Staaten unterzeichneten damals die Klimarahmenkonvention (englisch: United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC), das die globalen Erwärmung adressiert…
Der Verkehrssektor ist noch weitestgehend von Benzin und Diesel dominiert. Eine umweltfreundlichere Alternative bieten Elektrofahrzeuge. Sie werden entweder mit Batterien oder mit Brennstoffzellen betrieben. Die Batterie speichert Strom, der wiederum den Elektromotor antreibt. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff…
Mitte der 90er Jahre gab es unter den Deutschen Energieversorgern nur ein paar große, die den gesamten Strombedarf abgedeckt haben. Große Kraftwerke, Stein- und Braunkohle, Öl- oder Gaskraftwerke und natürlich Atomreaktoren. Sie gehörten fast alle zu einem der vier großen Energiekonzerne: e.on, Vattenfall, RWE oder…
Das erste Mal tauchte der Begriff „Energiewende“ Ende der 70er Jahre auf – nach der Ölkrise und den Veröffentlichungen des Club of Rome. Doch bis ein allgemeiner Bewusstseinswandel in der breiten Gesellschaft ankam, vergingen noch mindestens zwei Jahrzehnte. Zunächst trat im Zuge der Atomkatastrophen in Harrisburg und…
Wissen ist das eine, doch daraus die richtigen Handlungen ableiten das andere. Dass der Klimawandel real ist, bestreitet niemand mehr ernsthaft – doch „zurück in die Höhlen“ möchten und können wir natürlich auch nicht. Also müssen wir Wege finden, die ein nachhaltiges Leben für die Menschheit auf der Erde ermöglichen…
Dass die Energiewende jeden Einzelnen betrifft und jeder einen Beitrag leisten muss, ist unstrittig. „Weiter wie bisher“ wird angesichts des Klimawandels und irgendwann erschöpften Rohstoffen nicht länger funktionieren. Kleine Einsparungen im Alltag bringen den großen Umschwung sicher nicht – doch ohne geht es auch…
Wie setzt sich der Strompreis zusammen? Im europäischen Vergleich enthält er in Deutschland den höchsten Anteil an staatlichen Abgaben und Umlagen – eine davon ist die EEG- bzw Ökostromumlage. Das bedeutet, je mehr Anlagen für grünen Energie ans Netz gehen, desto höher wird auch der Strompreis für Haushalte und…
Um das Klima zu schützen ist die oberste Priorität Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden. Dazu gibt es verschiedene Ansätze. Der bedeutsamste ist, weniger Treibhausgase durch die Verbrennung fossiler Energiequellen wie Kohle, Gas und Öl zu produzieren und stattdessen auf erneuerbare, grüne Energiequellen zu setzen. Der…
Nachdem kein Zweifel mehr am menschgemachten Klimawandel besteht, fokussiert sich die Klimaforschung darauf, die Folgen der Erderwärmung zu beschreiben und vorherzusagen. Wie verändert sich unser Planet unter einer Erwärmung von 2, 3 oder 4 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter? Wie schnell wird die…
Stromerzeugung, Speicher und stromverbrauchende Geräte zu vernetzen und aufeinander abgestimmt zu steuern, das ist das Ziel sogenannter Intelligenter Netze („Smart Grids“). Denn es weht nicht immer dann Wind, wenn Deutschland Fern sieht und die Sonne scheint nicht immer dann, wenn wir unsere Waschmaschinen…
Energie über große Distanzen zu transportieren – und das mit möglichst geringen Verlusten, das wird mit der Energiewende besonders wichtig. Daher müssen Industrie und Forschung effiziente Energieleiter und gute Isolierungen entwickeln, um beispielsweise Sonnenenergie aus der Sahara nach Deutschland zu bringen. Die…
„Die großen Vier“ - Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Europe – beherrschen gemeinsam rund 80 Prozent des deutschen Strommarktes, entweder direkt oder über Tochterfirmen. Von der Energieproduktion bis zum Verkauf an den Endkunden decken diese Unternehmen alle Schritte in der Energieversorgung ab. Sowohl in der…
Mit Kampagnen und Förderoffensiven wirbt die Bundesregierung beim Mittelstand für die Energiewende und ihre Möglichkeiten. Während große Industrieunternehmen mit hohen Stromkosten von der EEG-Umlage befreit werden und weniger für den Strom zahlen müssen, haben mittelständische Unternehmen mit einer Größe bis zu 500…
Die Energiewende verändert den Wirtschaftssektor: Angefangen bei Energieproduzierenden Unternehmen, über energie-intensive Industrien bis zum Mittelstand – sie alle müssen ihre Strategien an die Energiewende anpassen. Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Kosten, sondern auch darum, wie man mit dem Risiko einer…
Auch wenn die Produktion Erneuerbarer Energien zunehmend ausgebaut wird, so können sie allein noch lange nicht die Versorgung sichern. Fossile Energieträger wie Kohle und Gas werden daher weiterhin benötigt. Um die Klimaziele dennoch zu erreichen, muss auch die Gewinnung von fossiler Energie optimiert werden. Dazu…
Das Ziel ist klar: bis 2022 sollen alle verbliebenen acht Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet sein. Aber mit ihrer Abschaltung lösen sie sich ja nicht in Luft auf. Stattdessen beginnt der Rückbau, der mindestens zehn Jahre dauert. Drei unterschiedliche Methoden können dazu angewandt werden: Der direkte Rückbau…
Gerade für große Unternehmen oder energieintensive Industrien wie die Chemie-Branche oder die Metallerzeugende Industrie sind Energiepreise essentiell. Werden die Kosten für Strom zu hoch, muss anderswo gespart – und so zB Arbeitsplätze gestrichen – werden. Damit die Energiewende nicht zum Desaster für den…
Auf den ersten Blick scheint die Atomenergie sauberer als fossile Brennstoffe, denn bei ihrer Nutzung entsteht kein klimaschädliches CO2. Allerdings entsteht bei der Kernspaltung radioaktiver Abfall, der noch lange strahlen wird und irgendwo gelagert werden muss. Wo genau, darauf haben die Politiker bislang keine…
Als erneuerbar gelten all jene Energiequellen, die unerschöpflich sind, da sie sich in angemessenem Zeitraum selbst erneuern. Deutschland produzierte 2014 36 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent an Erneuerbaren Energien. Den größten Anteil hat die Windenergie, gefolgt von Biomasse und Solarenergie. Im Mai 2016 vermeldeten…
Fossile Brennstoffe sind Energiequellen, die vor Millionen von Jahren aus toten Pflanzen- und Insekten entstanden sind. Dazu zählen Braunkohle, Steinkohle, Erdöl, Erdgas und Torf. Sie haben zwei entscheidende Nachteile: Erstens entsteht bei ihrer Verbrennung das Treibhausgas CO2, zweitens sind sie nicht erneuerbar…
Holz, Mais, Gülle: Biomasse ist eine besonders vielseitige erneuerbare Energiequelle. Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Quellen. Während die Windenergie von der Wetterlage abhängt, kann bei der Energiegewinnung aus Biomasse auf einen anderen Rohstoff ausgewichen werden. Im Mix der erneuerbaren Energien in…
Die Sonnenenergie macht rund 10 Prozent am Bedarf an erneuerbaren Energien aus. Sie setzt sich aus Photovoltaik und Solarwärme zusammen, wobei letztere nur einen sehr geringen Anteil ausmacht. In Deutschland sind 11 Millionen Quadratmeter mit Solarkollektoren bedeckt. Viele Deutsche befürworten die Solarenergie, denn…
Windenergie ist mit knapp 14 Prozent die zweitwichtigste Quelle für erneuerbare Energien in Deutschland. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2020 etwa 20 Prozent des Strombedarfs aus Windenergie gedeckt werden kann – mit Windrädern auf 0,75 Prozent der Landesfläche. Derzeit stehen mehr als 26.000…
Wasserkraft macht nur einen geringen Anteil an der deutschen Stromversorgung mit erneuerbaren Energien aus: knapp 5 Prozent. Betrachtet man aber ausschließlich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, dann ist der Wasserkraft-Anteil deutlich höher. Mit fast 20 Prozent liegt Wasserkraft hier auf Platz zwei…
Geothermie ist in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Ihre Gewinnung macht in Deutschland sowohl in der Energieproduktion als auch im Energieverbrauch nur einen sehr geringen Anteil von 0,5 Prozent am Mix der Erneuerbaren Energien aus. Dieser Anteil wird vor allem im Wärme-Sektor verwendet, gewinnt aber auch zunehmend…
Rund die Hälfte der Stromproduktion in Deutschland geht auf Energie aus Kohle zurück. Wenn das so weitergeht, können die bislang definierten Klimazielen nicht erreicht werden. Aus diesem Grund überarbeitete das Bundeswirtschaftsministeriums unter Sigmar Gabriel (SPD) im Juni 2016 den Klimaschutzplan. Die…
Der Großteil des deutschen Energiebedarfs – rund 80 Prozent – wird nach wie vor aus fossilen Energiequellen gedeckt. In der gesamten EU sind es 72 Prozent. Feste Brennstoffe wie Braunkohle, Steinkohle und Torf machen in Deutschland etwa 25 Prozent des deutschen Energieverbrauchs aus. Es gibt in der Bundesrepublik noch…
Erdgas nimmt mit rund 20 Prozent Anteil am Energieverbrauch Platz drei ein und folgt damit unmittelbar auf Öl und Kohle. Im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen ist Erdgas etwas weniger klimaschädlich, denn bei seiner Verbrennung entsteht weniger CO2. Aus dem Grund wird Ergas gern als klimafreundlicherer…
Öl ist der derzeit wichtigste Brennstoff, um den Energiebedarf Deutschlands zu decken. Es sättigt 35 Prozent des Energiebedarfs. Für den hohen Verbrauch gibt es jedoch nicht genug Reserven im eigenen Land. Derzeit werden jährlich rund 2,4 Millionen Tonnen Öl gefördert. Der größere Rest - 91 Millionen Tonnen – wird…
Bis 1979 galt Atomkraft als eine unbedenkliche Technik. Erst das Atomunglück von Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania zerstörte dieses Bild grundlegend. Am 28. März kam es nach einer Verkettung unglücklicher Zwischenfälle im Kraftwerk Three Mile Island zu einer teilweisen Kernschmelze, in deren Folge radioaktive…
Die Atomkatastrophe von Tschernobyl in der Nacht vom 25. zum 26. April 1986 war die Folge eines misslungenen Sicherheitstests. Sowjetische Ingenieure hatten einen Stromausfall simuliert. Dabei sollte getestet werden, ob die Reaktorturbinen noch genügend Restenergie liefern würden, bis die Notstromaggregate die…
Bis zur Energiewende war die Energiepolitik in Deutschland nicht von Nachhaltigkeit geprägt. Es ging vor allem darum, den Energiebedarf von einer der größten Volkswirtschaften der Welt zu decken. Probleme wie der Atommüll oder Langzeitfolgen des Klimawandels wurden vertagt. Erst mit der wachsenden Bedeutung des…
Atommüll gibt mehrere hunderttausend Jahre radioaktive Strahlung ab. Deswegen ist eine dauerhaft sichere Lagerung von Atommüll von höchster Bedeutung für Mensch und Umwelt. Nach dem Verursacherprinzip müssen die Betreiber der Kernkraftwerke sämtliche Kosten dafür tragen. Die Kosten werden inzwischen auf bis zu 70…
Der Klimawandel hat negative Folgen für die Natur: Der Meeresspiegel steigt an, Böden trocknen aus und versalzen, extreme Wetterereignisse wie Fluten oder Wirbelstürme nehmen zu. Die Faktoren tragen dazu bei, dass Menschen, die von solchen Umweltschäden betroffen sind, die Flucht ergreifen. Die Umweltzerstörung ist…
Der Energiebedarf eines Landes wird in verschiedene Sektoren unterteilt: Industrie, Service, Transport und Haushalte. Den größten Anteil am Energieverbrauch haben Transport (30 Prozent) und Industrie (29 Prozent). Der Energiebedarf der Haushalte schlägt mit 25 Prozent zu Buche und der Service-Sektor hat einen Anteil…
Wie weit ist die Energiewende gekommen? Seit das Stromeinspeisegesetzt 1991 in Kraft trat, ist ein neuer Wirtschaftszweig in Deutschland entstanden – Erneuerbare Energie. Unsere Windkraftanlagenbauer sind weltweit führend, Solarzellenhersteller haben jedoch gegen die Konkurrenz aus Fernost einen schweren Stand. Auch…
7,7 Millionen Arbeitsplätze hingen 2015 direkt oder indirekt von dem Erneuerbare Energien-Sektor ab, schätzt die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Für Deutschland gehen Analysten von rund 400.000 Arbeitsplätzen aus – das entspricht der Hälfte der Beschäftigten in Deutschlands wichtigstem…
Wenn mehr Erneuerbare Energie in das Stromnetz eingespeist und Nachfrage und Angebot besser aufeinander abgestimmt werden sollen, muss auch das Stromnetz angepasst werden. 2.650 Kilometer neue Stromtrassen sollen bis 2023 das bisherige Stromnetz verstärken. Die geschätzen Kosten belaufen sich auf rund 21 Milliarden…
Deutschland verfügt bereits über ein recht verzweigtes Energienetz, das aus einem Übertragungsnetz und einem Verteilernetz besteht. Das Übertragungsnetz leiten den Strom über längere Strecken, während das Verteilernetz den Strom vom Übertragungsnetz zum Endkunden bringt. Der steigende Strombedarf, zunehmender…
Bis 2050 soll nicht nur die Energiewende vollzogen sein, die Bundesregierung hat sich noch ein weiteres ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2050 sollen die Gebäude in Deutschland klimaneutral sein. Derzeit gehen noch 20 Prozent des CO2-Ausstoßes auf Gebäude zurück. Und 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs entfallen auf…
Die Energieeinsparverordnung soll dazu beitragen, dass die Bundesrepublik ihre Klima- und Energieziele für 2050 erreicht. Sie legt Standardanforderungen für die Energieeffizienz eines Neubaus fest, an die sich Bauherren privater und öffentlicher Gebäude halten müssen. In der Verordnung sind Heizungs- und Klimatechnik…
Die Netzbetreiber sind laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien zu einem festgelegten Preis pro Kilowattstunde (kWh) abzunehmen. Für Strom aus einer Photovoltaik-Anlage, wie sie viele Privatpersonen angeschafft haben, sind zurzeit zwischen 11 und 13 Cent pro kWh fällig. Die…
Um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben, hat die Bundesregierung verschiedene finanzielle Förderungen (Subventionen) beschlossen. Sie richten sich an Privathaushalte, Kommunen und Unternehmen. Für die drei großen Energiebereiche Strom, Wärme und Verkehr gibt es jeweils zentrale Förderungen. Strom: Die…
Bei der Wärmeeinsparung sind insbesondere im Privatbereich noch große Potentiale offen. Als Besitzer der eigenen vier Wände rechnet man natürlich genau, ob es sich überhaupt lohnt kostspielige Investitionen in Dämmung oder moderne Heizsystem zu tätigen. Oft sieht die Rechnung so aus, dass es sich in der eigenen…
Wasser sparen für die Energiewende? Das klingt erstmal komisch – doch natürlich bringt auch das auf dem Weg zur CO2-Vermeidung Vorteile. Wasser muss erwärmt, geklärt und gepumpt werden. Je weniger das passiert, desto weniger Energie wird verbraucht. Hinzu kommt, dass Wasser in vielen Fällen zur Zwischenspeicherung von…
Licht ausschalten, effiziente Kühlschränke, der Einsatz energiesparender Geräte – technische Verbesserungen und grundsätzlich ein bewusster Umgang mit Energie bringen im Einzelnen natürlich eher wenig. Wenn jedoch jeder ein wenig schafft, ist die Stromersparnis in der Masse groß. Natürlich kann das nicht reichen…
Das Kyoto-Protokoll erlaubt es, zu einem gewissen Maß Aufforstungen in die CO2-Bilanzierung einzubeziehen. Wälder sind nämlich neben Böden und Meeren bedeutende natürliche Speicher von Kohlenstoff: Sie binden CO2 und entziehen ihn zumindest temporär der Atmosphäre. Das Kyoto-Protokoll sieht deswegen in Aufforstung…
Der Ausstoß an Treibhausgasen wird zwar für jedes Land einzeln ermittelt, für das Weltklima ist es aber egal, wo Treibhausgas ausgestoßen wird. Deswegen hat das Kyoto-Protokoll drei flexible Mechanismen eingeführt, mit denen Treibhausgasemissionen verrechnet werden können. Eines davon ist der Emissionshandel. Dabei…
97% aller Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel menschgemacht ist und unseren Planeten zunehmend überhitzt. Eine Minderheit von Wissenschaftlern und Menschen in der Bevölkerung glaubt jedoch nicht daran. Sie argumentieren, die Schwankungen seien nicht außergewöhnlich, sondern natürlicher Teil der…
Die Expertin für Energie, Verkehr und Umwelt Franziska Holz arbeitet am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) an Fragen zu Marktprozessen. Fragen an Franziska Holz: Deutschland erzeugt bereits viel Energie aus Erneuerbaren Quellen. Wird diese Energie komplett verbraucht? Können Gaskraftwerke als Puffer für…
Der Experte für Umstrukturierungen in der Energiewirtschaft Matthias Schwanitz ist Leiter des Endkundenvertriebs der LEW AG. Fragen an Matthias Schwanitz: Vor welchen Herausforderungen steht der Vertrieb von Energieanbietern angesichts der Energiewende? Wie sah der Energiemarkt vor der Energiewende aus? Was passiert…
Philosoph und Ethiker Konrad Ott arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich der Bio- Umweltethik und war im Sachverständigenrat für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung. Fragen an Konrad Ott: Warum ist es wichtig, dass auch die Bevölkerung die Energiewende unterstützt? Windräder stoßen auch auf Kritik. Zeigt sich das…
Karen Pittel ist Director des Center for Energy, Climate and Exhaustible Resources am CESifo Institut in München. Fragen an Karen Pittel: Welche Ziele hat die Energiewende? Kann Deutschland überhaupt einen weltweiten Beitrag zur CO2 Senkung leisten? Wie könnte der Weg zu einer CO2 freien Weltwirtschaft aussehen? Wie…
Interview mit Gerd Rosenkranz über den Weg hin zu nachhaltiger Energie.
Für Deutschland alleine macht die Energiewende keinen Sinn. Aber im Zusammenschluss mit Anderen!
Interview mit Josef Wagner über die Herausforderungen, die auf die Energieversorger und Netzbetreiber zukommen.
Die Energiewende verändert den Energiemarkt grundlegend, dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Interview mit Harald Andruleit erklärt die Bedeutung fossiler Rohstoffe für den Energiemarkt.
Interaktive Karte mit Kraftwerken in Deutschland
Zeitleiste der Energiewende ab der Industrialisierung.